In den Niedrigzinszeiten gibt es für Privatanleger bei den meisten Investitionsarten kaum noch eine Chance auf eine attraktive Rendite. Wer sein Geld erfolgreich anlegen möchte, muss deswegen auch riskantere Finanzprodukte in Erwägung ziehen. Der Devisenhandel ist auch aufgrund der Möglichkeit, Hebel zu nutzen eine chancenträchtige Anlageform. Wer mit dem Forex-Trading beginnt, sollte sich allerdings auch über die Risiken im Klaren sein und schon vor der ersten Investition folgende Hinweise beachten.

1. Seriösen und preisgünstigen Forex-Broker finden

Die unterschiedlichen Forex-Broker sind je nach Trading-Strategie und eingesetztem Kapital für Einsteiger besser oder schlechter geeignet. Vor dem Trading sollten Interessenten deswegen die verschiedenen deutschen Forex-Broker im Vergleich betrachten und den für Sie passendsten wählen. Deutsche Anbieter sind deswegen empfehlenswert, weil sie sich durch Seriosität auszeichnen und es keine rechtlichen oder steuerlichen Bedingungen gibt, die Anleger überraschen können.

2. Wissen aneignen

Für den erfolgreichen Forex-Handel ist es unabdingbar, über ausreichend Grundwissen zu verfügen. Dies betrifft zum einen den Devisenhandel an sich, die möglichen Strategien, Chart-Analyse und zudem auch die grundsätzlichen Daten der Währungspaare, die gehandelt werden sollen. Über die Konsequenzen von gehebelten Produkten sollte sich der Anleger im Besonderen im Klaren sein. Zudem sollten Interessierte überprüfen, ob Devisenhandel tatsächlich in die Anlagestrategie passt oder ob Alternativen zum Erreichen des Renditeziels vielleicht besser geeignet sind.

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3. Erfahrung ohne Eigenkapital sammeln

Wer gerade erst mit dem Devisenhandel beginnt, kann mit den Demo-Konten der Forex-Broker Erfahrungen sammeln, ohne eigenes Geld zu riskieren. Sie erfordern nur eine Registrierung und keine Einzahlung von echtem Kapital. Auf diese Weise lassen sich Strategien risikolos testen. Erst wenn die Gesamtheit der Trades gewinnbringend ist, sollten Trader es riskieren, Echtgeld einzusetzen.

Auch dann empfiehlt sich der Einsatz von wenig Kapital, das auch durch zu große Hebel nicht künstlich gestreckt werden sollte. Mit zunehmender Erfahrung kann auch das Risiko erhöht werden. Selbst erfahrene Trader testen neue Strategien mit Demokonten, bevor sie sie mit Echtgeld ausführen. Es ist also keine Schande, auch später auf diese Möglichkeit zurückzukommen. Wenn kein echtes Geld involviert ist, fällt es vielen Tradern zudem leichter, ihre Strategie unvoreingenommen zu analysieren, sodass das Erkennen und Beheben von Fehlern leichter fällt.

4. Mit anderen Tradern austauschen

Der Austausch mit anderen Forex-Tradern ermöglicht es, die eigenen Fehler besser zu erkennen und aus den Erfahrungen anderer zu lernen. Der Austausch mit anderen Tradern über Foren oder beim Social Trading ist eine hervorragende Möglichkeit, Wissenslücken zu entdecken und Probleme und Chancen von verschiedenen Seiten zu beleuchten, um so ein besseres Gesamtbild zu erhalten.

5. Kühlen Kopf bewahren

Wer beim Forex-Handel langfristig erfolgreich sein möchte, darf seine Psyche nicht außer Acht lassen. Viele Einsteiger lassen sich von Gewinnen und Verlusten zu stark beeinflussen. Deswegen sollten Trader vor dem Handeln einen Plan auf Grundlage der momentanen wirtschaftlichen Lage erstellen, einzelne Schritte festlegen und sich bei der Ausführung eng an die zurechtgelegte Strategie halten.

Berater Tipp
Wer sich durch Verluste oder Gewinne beeinflussen lässt, riskiert zu viel. Die einzige sinnvolle Handlung, die von der ursprünglichen Strategie abweichen kann, ist aus dem Markt zu gehen, wenn er sich anders verhält, als erwartet. Inzwischen ist die Psychologie von Anlegern vergleichsweise gut erforscht. Wer weiß, wie die menschliche Psyche im Verlust- und Gewinnfall reagiert, kann sich vor unüberlegten Entscheidungen schützen.

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Bildquelle: ©iStock.com/Ridofranz