Steuern sind eine Geldleistung, für die es keine direkte Gegenleistung gibt. Laut der Steuerspirale des Bundesfinanzministeriums für das Jahr 2018 werden in Deutschland die größten Steuereinnahmen bei der Umsatzsteuer und bei den Ertragsteuern erzielt. Der folgende Beitrag zeigt, welcher Staat die höchsten Steuern in der EU zahlt.

Steuern in der EU – Die Länder mit den höchsten Umsatzsteuersätzen

In Schweden erhebt der Staat 25% Umsatzsteuer. Im Gegensatz zu Deutschland kennt das schwedische Umsatzsteuerrecht drei verschiedene Umsatzsteuersätze.
Auf einige Produkte und Dienstleistungen wird der ermäßigte Steuersatz von 12% oder der stark ermäßigte Umsatzsteuersatz von 6% erhoben.

In Dänemark wird eine Umsatzsteuer von 25% erhoben. Damit sind die Kosten für den täglichen Bedarf hoch.

Die Umsatzsteuer in Finnland liegt seit 2013 bei 24%. Innerhalb der letzten zwanzig Jahre wurde sie um 2% erhöht.

In Italien werden drei Steuersätze angewendet. Die meisten Produkte werden mit einer Umsatzsteuer von 22% belastet. Daneben werden der normale Steuersatz von 10% und ein ermäßigter Satz von 4% erhoben.

Frankreich hat einen erhöhten Umsatzsteuersatz von 20%. Für einige Produkte müssen die französischen Bürger den verringerten Satz von 10% und den stark verringerten Satz von 5,5% zahlen. Bestimmte Produkte werden von dem französischen Staat mit einer Sondersteuer von 2,1% belegt.

Steuern in der EU – die höchsten Steuerlasten für Arbeitnehmer

Belgische Arbeitnehmer zahlen auf ihren Arbeitslohn über 50%. Mit 55,6% liegen sie in der europäischen Union auf dem ersten Platz. Familien erwartet in Belgien eine Steuerlast von 40,6%.

In Österreich liegt die Steuerlast für einen alleinstehenden Arbeitnehmer bei 49,4%. Die lohnsteuerliche Last für Familien liegt bei 33,8%.

Deutsche Arbeitnehmer geben 49,3% ihres Bruttolohns an den Fiskus ab, wenn sie nicht verheiratet sind. Familien zahlen im Durchschnitt 33,8% Steuern.

Wer in Ungarn in einem Beschäftigungsverhältnis steht, muss 49% seines Gehalts an den Staat abgeben. Für Familien fällt die Steuerlast geringer aus. Sie werden mit 34,6% des monatlichen Einkommens besteuert.

In Frankreich versteuert ein Alleinstehender bis zu 48,4% seines Arbeitslohns. Eine Familie mit Kindern zahlt 41%. Aus den Steuergeldern finanziert die französische Regierung das Sozialsystem.

Video: Der grosse Lohnsteuercheck: Wem wird mehr vom Gehalt abgezogen? Deutschen oder Schweizern?

Steuern in der EU – die höchsten Steuerlasten für Unternehmen

Bei einem Unternehmen wird der Gewinn besteuert. Die Unternehmenssteuern setzen sich aus den beiden folgenden Steuerarten zusammen:

Die Top 5 der Länder gestaltet sich bei den Unternehmenssteuern wie folgt:

Den ersten Platz nehmen Frankreich und Monaco mit einem Steuersatz von 33% ein. Der Körperschaftsteuersatz wird in Frankreich jährlich angeglichen. Im Jahr 2019 lag er bei 28%. Die französische Regierung plant, den Satz bis zum Jahr 2022 auf 25% abzusenken.

Platz 2 nimmt Deutschland ein. Für Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer zahlen Unternehmen insgesamt 30%. Der Körperschaftsteueranteil macht gut 50% aus. Dieser Steueranteil fließt dem Bund zu. Die Gewerbesteuer wird von den Kommunen erhoben.

Auf Platz drei folgen Belgien und Griechenland mit einem Steuersatz von 29%.

In Luxemburg müssen Unternehmen mit insgesamt 26,01% ihren Gewinn versteuern.

Auf dem 5. Platz liegen die Niederlande, Österreich und Spanien.

Berater Tipp

Fazit

Die Übersicht über die Steuern in der EU zeigt, dass Frankreich bei allen drei Steuerarten unter den Top 5 liegt. Im Ertragsteuerbereich ist Deutschland in beiden Kategorien vertreten. Mit einem Umsatzsteuersatz von 19% wurde die Top 5 nur knapp verfehlt. Bemerkenswert ist, dass in den nördlichsten Ländern – Schweden und Dänemark – die höchsten Umsatzsteuersätze erhoben werden.

Titelbild: © iStock – richterfoto