Aufgrund des zurzeit bestehenden niedrigen Zinsniveaus sind viele deutsche Privatinvestoren auf der Suche nach lukrativen Anlagemöglichkeiten. Wem Aktien zu riskant und Gold zu spekulativ ist, für den könnten Anlagefonds eine gute Alternative sein, stellt sich die Frage, was sind Anlagefonds überhaupt?

Was sind Anlagefonds?

Bei den sogenannten Investmentfonds vertrauen mehrere Anleger, die sich allerdings nicht zwangsläufig kennen müssen, einem Fondsmanager beziehungsweise einer Fondsgesellschaft ihr Geld an. Dieser investiert das im anvertraute Geld in verschiedene Finanzwerte wie zum Beispiel Dax-Aktien oder bestimmte Fondsformen. Zu den populärsten Anlagefonds zählen unter anderem:

  1. Aktienfonds
  2. Rentenfonds
  3. Geldmarktfonds
  4. Immobilienfonds
  5. Indexfonds
  6. Mischfonds
  7. Dachfonds

Bei der Klärung der Frage „Was sind Anlagefonds“ dürfen die sogenannten ETFs nicht vergessen werden. Seit einigen Jahren besteht die Möglichkeit Geld in sogenannte ETFs ( Exchange-Traded Fund) zu investieren. Als ETFs werden Fonds bezeichnet, die im Gegensatz zum regulären Invetsmentfonds an der Börse ähnlich wie Aktien gekauft und verkauft werden. In der Regel handelt es sich dabei um Indexfonds. ETFs werden bei deutschen Privatanlegern immer beliebter, da der Handel über die Börse verhältnismäßig einfach ist und die Gebühren häufig kostengünstiger sind als bei anderen Anlagefonds.

Video: explainity® Erklärvideo: „Anlagefonds“ einfach erklärt – Baloise Fund Invest

Fonds, eine Medaille mit zwei Seiten

Wie alle Anlageformen haben auch Investmentfonds Vor-und Nachteile.
Vorteile Investmentfonds:

  • Anlage ist auch ohne spezielles Finanzwissen möglich
  • Wenig zeitintensiv, da die Arbeit durch Fondsmanager erfolgt
  • Aufgrund eines Fondssparplans ist der Einstieg auch mit kleinen Summen möglich
  • Investment in viele verschiedene Finanzwerte minimiert das Anlagerisiko

Negative Aspekte Investmentfonds:

  • Gebühren sind oft höher als bei anderen Investments
  • Rendite ist aufgrund der Streuung der Gelder meist nicht sehr hoch
  • Marktwirtschaftliche Entwicklung ist oftmals geringer als bei anderen Anlageformen

Wie viel Geld sollte in Fonds investiert werden?

Generell kann mittels eines Fondssparplan schon mit kleinen Summen eine Fonds-Investition gestartet werden. Dabei werden regelmäßig kleinere Beträge in Fonds angelegt. Auf diese Weise vergrößern sich mit der Zeit die Fondsanteile. Es kann aber auch eine größere Einmaleinlage geleistet werden, mit der dann gleich mehrere Fondsanteile erworben werden.
TIPP: Immer nur so viel Geld investieren wie auch tatsächlich problemlos eingesetzt werden kann, denn das Anlagerisiko ist zwar minimiert, aber dennoch vorhanden.
Zudem dürfen bei der Berechnung des zur Verfügung stehenden Anlagebetrages die anfallenden Gebühren nicht vergessen werden. Dazu gehören vor allem:

# Ausgabeaufschlag
Der Ausgabeaufschlag ist nicht einheitlich geregelt. In der Regel liegt er bei rund fünf Prozent. Mittlerweile herrscht jedoch ein harter Konkurrenzkampf unter den Anlagevermittlern, sodass immer häufiger auf den Ausgabeaufschlag verzichtet wird oder zumindest Rabatte möglich sind.
# Jahresgebühr
Wer sein Geld in Fonds anlegen will, muss eine jährliche Verwaltungsgebühr (etwa 0,5 bis 2 %) an den Fondsmanager zahlen.

Berater Tipp

HINWEIS

Gewinne aus Fondsinvestitionen müssen immer versteuert werden, was die Rendite reduziert.

Fazit

Wie die Klärung der Frage „Was sind Anlagefonds“ gezeigt hat, können Investionsfonds, insbesondere in Zeiten historisch niedriger Zinsen, eine lohnenswerte Anlagemöglichkeit sein. Wer in Fonds investieren will, braucht dafür zwar keine besonderen Kenntnisse, dennoch sollten die Fonds unbedingt mit einander verglichen werden. Diesbezüglich gibt es im Internet einige Finanzseiten, bei denen ein Online-Vergleich von Fonds kostenlos und unverbindlich möglich ist.

 

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