Geld stellt leider auch in vielen Beziehungen, bei denen sich Menschen wirklich gern haben, ein echtes Problem dar! Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass viele Wochen- und Monatszeitschriften regelmäßig das Thema aufgreifen, wie in einer Partnerschaft am Besten mit Geld umgegangen werden sollte. Die Optionen umfassen eine große Bandbreite – beginnend bei einem persönlichen Taschengeld für jeden Partner über ein gemeinsames Konto mit dem allgemeine Lebenshaltungskosten beglichen werden sollen. Doch was ist die beste Lösung, um die Partnerschaft nicht unnötig mit dem Thema Geld zu belasten? Es kommt darauf an….

Die erste gemeinsame Zeit zusammen: Platz für Freiheit und Gemeinsamkeit

Wenn ein Paar ein gemeinsames Zuhause sucht, steht sicher vieles im Mittelpunkt: Neben der Ausstattung und Größe sicherlich auch die Frage, wie die Arbeitsstelle, die Einkaufsmöglichkeiten oder auch Freizeiteinrichtungen von dort aus zu erreichen sind. An das Konto denken dabei die wenigsten. Wer aber zusammen mit dem Partner ein Konto eröffnet, der kann auch testen ob und wie die Auffassung des Umgangs mit Geld miteinander in Einklang zu bringen ist.

Der Vorteil getrennter Finanzen plus eines gemeinsamen Kontos

Insbesondere wer noch nicht verheiratet ist, der wird den Kompromiss aus Freiheit und gleichzeitig Bindung schätzen können.

Berater Tipp
Jeder entscheidet weiterhin übers eine eigenen Finanzen, lediglich gemeinsame Ausgaben werden auf einem gemeinsamen Konto abgerechnet.

Auch aus Sicht der späteren Versorgung in der Rentenzeit – auch wenn diese noch sehr weit weg erscheint – entstehen keine Nachteile. Denn die Zulagen werden ja „pro Erwachsenem“ bezahlt und das Führen von zwei Rentenverträgen ist nicht nachteilig.

Falls nicht geheiratet werden sollte und es später zur Trennung kommt, dann fallen auch die emotionalen Belastungen weg. Diese könnten sich daraus ergeben, dass nicht klar war und ist wer welche Kosten getragen hat und wie im Fall einer Trennung mit dem gemeinsam geschaffenen Vermögen umgegangen werden soll. So gesehen ist das gemeinsame Konto unter anderem auch eine Absicherung gegen späteren Streit und vielleicht auch Anwaltskosten falls es nicht funktionieren sollte.

Mit dem gemeinsamen Konto einen besseren Überblick behalten

Ein weiterer Vorteil der Verbuchung der Lebenshaltungskosten und auch ständigen Ausgaben auf einem Konto ist die erhöhte Übersichtlichkeit und Transparenz. Egal ob die Kontoinhaber die eher klassische Methode mit einem Haushaltsbuch nutzen oder ob eine Smartphone App diesen Zweck erfüllt:

Dadurch, dass nicht das Sparen und die beiden Einkommen, sondern nur die beiden monatlichen Überweisungen, darin erscheinen wird auch ziemlich schnell und in Zahlen klar, ob die Planung der Monatskosten stimmt oder, ob es monatlich nicht etwa eine Überdeckung (gut) oder Unterdeckung (nicht so gut) geben würde.

Ein guter Nebeneffekt ist dann, dass insbesondere junge Leute eine wesentlich bessere Einschätzung der Kaufkraft erlernen können. Was sich dann auch langfristig durch einen besseren finanziellen Überblick bezahlt macht.

Das gemeinsame Konto für einen Teil der Ausgaben: Praxistest für eine Beziehung

Wer Paare nach dem Grund ihrer Trennung befragen würde, der würde neben unterschiedlichen Vorstellungen über den Alltag oder die gewünschte Nähe oftmals leider auch Einiges über das Thema Geld zu hören bekommen. Unterschiedliche Vorstellungen darüber wer wie viel in die Partnerschaft einbringt oder wie die täglichen Kosten zu verteilen sind. Da ist das gemeinsam geführte Konto, welches beide mit einem festen Betrag monatlich auffüllen eine sehr gute Möglichkeit sich finanziell „zusammenzuraufen“.

Funktioniert dies nicht, so hat jeder Partner weiterhin die eigene Bankverbindung und bei der Trennung können beide die noch vorhandenen „Einzel-Bankkonten“ nutzen. Gemeinsam mit dem Partner ein Konto eröffnen und die bisherigen Konten behalten ist wahrscheinlich eine sehr gute Möglichkeit zum „Sortieren“ der Finanzen und zur Streitvermeidung.

Video: Geld & Beziehung – Wie glückliche Paare Geld und Finanzen regeln

Titelbild: ©iStock.com – ma-no