Die Bundesregierung gab jüngst das Ziel aus, durch das Anbieten eines Förderprogramms für Elektromobilität den Verkauf von Elektrofahrzeugen nachhaltig zu unterstützen. Durch diese Maßnahme erhofft sich die Politik, die Schadstoffbelastung zu reduzieren und die Nachfrage nach umweltschonenden Elektrofahrzeugen zu steigern.

So funktioniert die Elektrofahrzeug Förderung

Bis die Autohersteller bei E-Fahrzeugen von Bestsellern sprechen können, dürfte noch viel Zeit ins Land gehen. Trotz bestehender Dieselfahrverbote gestaltet sich der Absatz der umweltfreundlichen Fahrzeuge überaus zäh.

Das Ziel, bis zum Jahr 2020 eine Million Elektroautos auf die deutschen Straßen zu bekommen, ist faktisch verfehlt. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken hat die Bundesregierung deshalb beschlossen, eine Förderung für Elektrofahrzeug einzuführen.

Wer demnach bis zum 31. Dezember 2020 ein E-Auto kauft, erhält eine Prämie von 4.000 Euro bzw. 3.000 Euro für einen Plug-in-Hybrid. Um in den Genuss der Förderung zur Reduzierung der CO2-Emissionen zu kommen, müssen drei wichtige Voraussetzungen erfüllt sein:

  1. Das E-Fahrzeug muss als förderfähiges Fahrzeug auf der Liste des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) aufgeführt sein.
  2. Der Kauf, die Finanzierung oder das Leasing eines Elektrofahrzeugs muss/musste zwischen dem 18. Mai 2016 und dem 31. Dezember 2020 erfolgen, damit die Elektrofahrzeug Förderung greift.
  3. Der Besitzer muss das Fahrzeug auf seinen Namen für mindestens sechs Monate im Inland zulassen.

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Vorteile für Besitzer bei der Elektrofahrzeug Förderung

Neben der Kaufprämie ergänzt die Bundesregierung ihre Förderprogramm durch weitere Anreize. So kann sich ein E-Auto-Besitzer abhängig vom Zeitpunkt der Zulassung von der Kfz-Steuer vollständig befreien lassen.

Der Zeitraum für den Erlass der Besteuerung beläuft sich auf 10 Jahre, sofern das Fahrzeug zwischen dem 18.05.2011 und dem 30.12.2020 erworben wird/wurde. Wenn Arbeitgeber ihren Angestellten für das Aufladen von E-Fahrzeugen entsprechende Ladevorrichtungen bereitstellen, stellt die Bundesregierung attraktive Vorteile im Bereich der Lohnsteuer in Aussicht.

Der Kauf von elektrisch angetriebenen Dienstfahrzeugen wird über den Bruttolistenpreis finanziell gefördert. Wenn sich Kommunen für die Verbreitung von Elektrofahrzeugen einrichten, können diese beispielsweise Busspuren für E-Autos öffnen, Durchfahrverbote aufheben und außerdem kostenlose Parkmöglichkeiten anbieten.

Trotz attraktiver Förderungen und Vergünstigen gibt es Nachteile im Bereich der E-Mobilität

Wie es scheint, ist das Konzept der Elektromobilität an vielen Stellen noch nicht ganz ausgereift und bedarf Nachbesserung. Grundsätzlich steht die E-Mobilität am Anfang ihrer Entwicklung.

Die Reichweite, die Ladegeschwindigkeit, eine Heizung im Winter sowie meist hohe Kaufpreise schrecken Interessierte binnen kürzester Zeit von einem Kauf ab.

Kritiker der Elektromobilität bemängeln, dass E-Autos sowie Hybride im Vergleich zu traditionellen Verbrennern circa 7.000 Euro bis 10.000 Euro mehr kosten.

Darüber hinaus sind die derzeit verfügbaren Fahrzeuge keine gute Alternative für all jene, die viel fahren und weite Wegstrecken zurücklegen müssen.

Zudem häufen sich berichte von E-Auto-Besitzern, dass Ladestationen entweder Defekt oder schlichtweg im örtlichen Umkreis zwischen Arbeitsplatz und Wohnort nicht vorhanden sind.

Diese Punkt scheint für viele Menschen das größte Hindernis für den Kauf eines Elektrofahrzeugs zu sein.

Berater Tipp

Große Verlockung, wenig Begeisterung

Auf den ersten Blick wirken die in Aussicht gestellten Prämien überaus interessant, wodurch die Verlockung für den Kauf eines E-Fahrzeugs groß ist. Wer sich daraufhin jedoch intensiver mit dem Konzept der Elektromobilität befasst, stellt schnell fest, dass der lückenlose Betrieb des Fahrzeugs aufgrund der mangelhaften Ausbaustufe eine zeitraubende Aufgabe ist, die es zu bewältigen gilt.

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