In den Fernsehberichten und dem Wirtschaftsteil der Zeitung häufen sich in letzter Zeit die Meldungen darüber, dass es in Europa eine Wachstumsschwäche gäbe. Die Wachstumsraten würden hinter denjenigen von China oder auch Indien hinterherhinken, unter Umständen könnte es sogar zu einer Euro-Schwäche kommen. Mit diesem Gesamtbild im Blick könnte sich ein Blick auf die asiatischen Aktienmärkte lohnen. Ist es möglich, asiatische Aktienfonds für den Vermögensaufbau zu nutzen?

Grünes Licht für Wachstum in den asiatischen Ländern

Die Investition in einen Aktienfonds lohnt sich immer dann, wenn die zukünftige Wertentwicklung die der vergleichsweise risikolosen festverzinslichen Wertpapiere übersteigen könnte. Dazu können Sie als Privatanleger ein paar Wirtschaftsdaten betrachten und sich dann für einen gut bewerteten Aktienfonds entscheiden. Voraussetzungen für die Wertschöpfung bei den Unternehmen sind eine real wachsende Wirtschaft, keine Bevölkerungsschrumpfung und ein solides Wirtschaftssystem mit nicht ausufernder Staatsverschuldung.

Aktienfonds, die in Asien investieren, werden deshalb Schwerpunkte in Hong Kong, Singapur, China und Indien setzen. Die Aussagekraft der Daten wird insbesondere auch in Abgrenzung zu einigen afrikanischen Ländern deutlich, bei denen die Wachstumsraten der Wirtschaft und damit das Gewinnsteigerungspotenzial der Unternehmen nur selten gegeben sind.

Gute Performance, Ratings und niedrige Gesamtkosten als Wegweiser

Da alle asiatischen Aktienfonds über eine Wertpapierkennnummer verfügen, können Sie deren historische Werte und Performance auch vor der Ordererteilung im Angebot der Direktbroker einsehen und miteinander vergleichen. Ergänzen Sie diese erste Einschätzung dadurch, dass Sie sich das Morningstar, FERI oder ein anderes Rating ansehen: Dort werden alle bedeutenden Fonds laufend analysiert, anhand von Bewertungen oder Sternen können Sie die besten Angebote finden.

Die in der Regel höhere Renditeerwartung asiatischer Märkte können Sie insbesondere bei längerfristigen Sparplänen oder Anlagedauern realisieren. Die prozentual höhere Rendite gleicht über einen längeren Zeitraum auch Rücksetzer aus und kann zu einem erheblichen Wertzuwachs führen.

Asiatische Länder mit stabilem politischen Umfeld

Auch die politischen Rahmenbedingungen spielen eine Rolle für Investments. Neben der Diversifikation in verschiedene Einzeltitel und Märkte (die asiatische Aktienfonds bieten) spielt die politische Stabilität eine große Rolle. Anders als dies vielleicht bei Investitionen in Russland der Fall ist, sind die politischen Verhältnisse in Asien stabil: Die chinesische Regierung und die Sonderwirtschaftszone Hong Kong setzen gezielt auf Marktwirtschaft und Konvertierbarkeit der Währung.

Berater Tipp

Singapur und Indien haben sich schon lange dem Welthandel geöffnet und gelten als berechenbare Wirtschaftspartner – auch wenn die Demokratie noch nicht überall vollständig umgesetzt worden ist. Bei der Prognose der langfristigen Wertentwicklung asiatischer Aktienfonds gibt es zudem eine Währungskomponente: Steigen die asiatischen Währungen gegenüber dem Euro so wird ein in Euro abrechnender Anleger einen zusätzlichen Wertzuwachs generieren.

Asiatische Aktienfonds als stabile Säule des Wertzuwachses

Anleger, die eine höhere Rendite bei einem leicht erhöhten Risiko erzielen wollen, sollten in asiatische Aktienfonds als Beimengung zum Depot investieren. Um ein Gefühl für die Wertentwicklung zu bekommen, lohnt es sich den zu investierenden Betrag zu teilen und dann die eine Hälfte in einen europäischen Aktienfonds und die andere in einen asiatischen zu investieren. Vergleichen Sie den Depotauszug zu den nächsten Quartals-Ultimos und berechnen Sie die Wertentwicklung. Dann können Sie sich selbst ein Bild von der Vorteilhaftigkeit der Investition machen und entscheiden, ob Sie beispielsweise einen zusätzlichen Sparvertrag auf die asiatischen Aktienfonds einrichten möchten.

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