„Eine binäre Option (auch: digitale Option) ist ein Finanzderivat, das von Optionen abgeleitet ist und zu den exotischen Optionen zählt.“ (Quelle: Wikipedia) Damit ist doch schon alles geklärt oder? Natürlich nicht, denn dies ist nur die reine Theorie. Binäre Optionen sind deutlich komplexer als sie aussehen, wenn man damit nachhaltig sein Kapital vergrößern möchte.

Zwei Szenarien möglich

Der Käufer einer binären Option sagt jedes Mal ein genau definiertes Ereignis vorher. Trift dieses ein, so erhält er den definierten Betrag zurück. Hierbei kommt es nie zur Verdoppelung der Anlage, denn je nach Anbieter werden 20 Prozent und mehr als Gebühr einbehalten. War die Vorhersage falsch, so verliert der Anleger seinen Einsatz.

Worauf kann man bei binären Optionen setzen? Vom Prinzip her kommt alles in Frage, was am Markt irgendeinen wirtschaftlichen Wert darstellt. Die meisten Broker für binäre Optionen verlassen sich aber auf Indizes, Aktien, Devisen (Währungspaare) und Rohstoffe. Die Wette gilt dann jedes Mal für einen steigenden oder fallenden Kurs.

Amerikanische und Europäische Variante

Binäre Optionen (mehr Infos hier) werden mit klassischen Optionsscheinen gleichgesetzt, nur das der Handel mit ihnen direkt online erfolgt. Daraus ergeben sich die Vorteile der Geschwindigkeit und des Komforts, denn mit dem passenden Anbieter kann heute via PC, Smartphone und Tablet in Sekundenschnelle ein Deal abgeschlossen werden.

Wichtig ist dabei, dass zwischen der amerikanischen und der europäischen Variante unterschieden wird. Mit „Cash or Nothing“ gibt es einen festgelegten Betrag nach Ende der Laufzeit, wenn der Tipp richtig war. Mit „Asset or Nothing“ wird der Preis des Basiswertes ausgezahlt. Weitere Details zum Handel mit Binäroptionen gibt es auf binaere-optionen.info.

Die Geschichte der binären Optionen

In den USA gab es die Idee der binären Optionen zum ersten Mal in 2007. Die Options Clearing Corporation brachte den Vorschlag ein, 2008 kam es zur Genehmigung der Cash or Nothing Option durch die Securities and Exchange Commission. Kurz darauf entschied sich auch der Amex zur Einführung der Binäroptionen im europäischen Raum. Heute ist die Standardisierung ein zentraler Bestandteil für den täglichen Handel an der Börse. Die amerikanische Börse gibt dabei die Quotierung der Preise vor.

Glücksspiel oder alles kalkulierbar?

Wenn nur auf steigende und fallende Kurse gesetzt werden kann, so erinnert dies doch stark an Rot und Schwarz beim Roulette. Jedoch werden die binären Optionen durch wirtschaftliche Faktoren beeinflusst, weshalb von einem Glücksspiel nicht die Rede sein kann. In der Realität bedarf es aber einem umfangreichen Wissen und einer täglichen Informationsquelle, bspw. für den Rohstoffhandel, damit die richtigen Entscheidungen bezüglich der Kursschwankungen getroffen werden können.

Berater Tipp

Den richtigen Broker finden

Binäroptionen werden rein virtuell gehandelt und dafür gibt es zahlreiche Anbieter im Internet. Eine Empfehlung kann nur schwer ausgesprochen werden, da dies von den persönlichen Verhältnissen bedingt wird. Das Minimum der Einzahlung variiert von 100 Euro oder weniger bis rauf auf einige tausend Euro.

Darüber hinaus sollten überwiegend positive Meinungen in diversen Foren vorhanden sein, um sich bereits vor der Einzahlung ein gutes Bild machen zu können. Service und Auszahlungen sollten gute Bewertungen erhalten, ansonsten taugt die schönste Brokerseite für binäre Optionen nichts.

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