Es geht vermutlich vielen Fahrzeugbesitzern gleich: Ein Fahrzeug wird benötigt, jedoch wird es nicht in dem Umfang genutzt, dass sich die Anschaffung rentieren würde. Damit ein Teil der Kosten gedeckt wird, besteht dich Möglichkeit ein Auto privat zu vermieten.

Tipp 1: Konditionen der Versicherung überprüfen

Wer sein Auto nicht ungenutzt in der Garage oder auf dem Parkplatz stehen lassen, sondern vermieten möchte, der muss einige Vorbereitungen treffen. Dazu gehört eine Überprüfung der Versicherung.

Welche Schäden deckt die Versicherung ab und sind Insassen versichert. Wird beabsichtigt das Auto häufig zu vermieten, sollten Fahrzeugbesitzer eine Vollkaskoversicherung in Erwägung ziehen, die deutlich mehr Schäden abdeckt als die normale Haftpflicht.

Tipp 2: Fahrzeug überprüfen und warten lassen

Bevor Fahrzeugbesitzer ihr Auto privat vermieten, sollten sie einen Check des Fahrzeuges durchführen lassen. Dazu gehört nicht nur ein Ölwechsel, die Beleuchtung sollte ebenfalls überprüft werden, wie auch notwendige Zusatzausrüstung, damit die Mieter nicht mit einem abgelaufenen Verbandskasten unterwegs sind.

Tipp 3: Steuerliche Aspekte und Einkommensgrenzen beachten

Wer sein Auto privat vermieten möchte, darf nicht vergessen, dass es sich dabei um Einnahmen handelt, die möglicherweise zu versteuern sind. Wer lediglich privat vermietet, muss in der Regel nur Einkommenssteuer bezahlen.

Stellt das Finanzamt jedoch fest, dass die Vermietung über die übliche Privatvermietung hinaus geht, werden möglicherweise höhere Abgaben fällig. Wer mit der Vermietung nicht draufzahlen will, der sollte auch auf diese Einkommensgrenzen achten.

Bevor Fahrzeughalter das erste Mal ihr Auto vermieten, sollten sie sich einen Mietvertrag zusammengestellt haben. Dieser sollte den Umfang des Mietobjektes festlegen.

Es können beispielsweise Begrenzungen getroffen werden, dass das Fahrzeug nur für Fahrten innerhalb der Stadt genutzt werden darf. Natürlich müssen darin auch die Kosten fixiert sein. Vermieter sollten hier in erster Linie realistische Preise verlangen.

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Tipp 4: Richtiger Umgang mit Problemen bei der Vermietung

Sein Auto privat zu vermieten ist auch mit gewissen Risiken verbunden. Vermieter und Mieter kennen sich in der Regel beim privaten Carsharing nicht und es kann zu Problemen kommen. Dazu gehören beispielsweise mögliche Bußgelder.

Die Bescheide werden dem Fahrzeugeigentümer zugeschickt und dieser muss dann etwa beweisen, dass nicht er daran schuld war.

Daher ist ein Mietvertrag unverzichtbar und darin kann zur Sicherheit auch der Mietzeitraum vermerkt sein, wodurch Fahrzeugeigentümer auf der sicheren Seite sein.

Zudem sollten Fahrzeughalter auch mit Beschädigungen am Fahrzeug rechnen, was sich jedoch gut durch entsprechende Versicherungen abfangen lässt.

Dabei muss es sich nicht gleich um eine große Delle handeln, eine brennende Zigarette im Fahrzeug kann ebenfalls Schäden etwa an Sitzen zur Folge haben. Auch unachtsam ein- und ausgeladenes Gepäck kann zu Schäden führen.

Obwohl häufig Schäden durch die Versicherung des Vermieters und manchmal sogar durch eine private Haftpflicht gedeckt sind, kann es passieren, dass der Mieter eines Fahrzeuges, leugnet, der Verursacher gewesen zu sein.

Daher ist es besonders wichtig, dass vor der Übergabe bei einem Rundgang kurz überprüft wird, ob es sichtbare Dellen oder Kratzer gibt und in welchem Zustand der Innenraum ist.

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Tipp 5: Vermittlungsplattformen bieten mehr Sicherheit

Der Aufwand privat ein Fahrzeug zu vermieten ist hoch. Viele Fahrzeugeigner nutzen daher Vermittlungsplattformen, die einige Risiken abfangen.

Dafür ist der Aufwand etwas höher, wenn Fahrzeughalter ihr Auto bei einer solchen Plattform anmelden. Für die Anmeldung werden folgende Unterlagen benötigt:

  • Fahrzeugschein
  • Fotos vom Auto
  • Informationen zum Zustand des Fahrzeuges
  • Verfügbarkeit
  • Mietpreisvorstellungen

Vermietungsplattformen haben den Vorteil, dass darüber ein Fahrzeug rascher vermittelt wird. Die Einnahmen sind dadurch größer.

Natürlich möchten diese Plattformen für ihre Leistung etwas haben. Es gibt unterschiedliche Bezahlmodelle, bei denen wahlweise die Vermieter oder die Mieter die Gebühren zu tragen haben.

Sowohl Mietern als auch Vermietern steht für die Gebühr eine umfangreiche Plattform zur Verfügung. Darüber können sie beispielsweise freie bzw. verfügbare Fahrzeuge finden. Besonders bequem ist die Übergabe und die Abwicklung der Bezahlung.

Über zusätzliche Installationen können die Fahrzeuge beispielsweise über eine App geöffnet werden. Bezahlt wird häufig ebenfalls über die App. Das Geld wird den Vermietern später automatisch auf das Konto überwiesen.

Wer sein Auto privat vermieten möchte, für den sind derartige Plattformen oft eine kostengünstigere Lösung, die auch mit einem deutlich geringeren Aufwand verbunden sind, wenn das Auto erst einmal registriert ist.

Diese Carsharing Plattformen sollten Sie sich anschauen:

 

Berater Tipp

Privates Carsharing hilft Ressourcen zu sparen

Ein Auto privat zu vermieten hat viele Vorteile, für den Vermieter, denn anstatt unnötige Kosten zu verursachen, bringt das Fahrzeug noch Geld ein. Der Aufwand, bis überhaupt der erste Mieter kommt, ist zwar hoch und auch mit kleineren Investitionen verbunden, wie für die Wartung, dafür hilft das Teilen eines Wagens wertvolle Ressourcen zu sparen. Dazu gehört auch Platz, weshalb vor allem im urbanen Raum das private Carsharing immer mehr an Bedeutung gewinnt. Natürlich wird auch viel an CO2 eingespart, denn durch das Teilen von Fahrzeugen, verzichten viele Mieter auf die Anschaffung eines eigenen Wagens, wodurch die Umwelt geschont wird.

Titelbild: © iStock – dimarik