Sparkonten sind heutzutage so niedrig verzinst, dass sicherlich nicht mehr von einer lohnenden Rendite gesprochen werden kann.  Einige Banken sind sogar dazu übergegangen, Negativzinsen von ihren Kunden zu verlangen. Stellt sich die Frage, welche alternative Investitionsmöglichkeiten private Anleger haben?

Grundregeln für eine sichere Geldanlage

Jeder Verbraucher möchte sein Geld möglichst sicher anlegen. Doch leider ist das heute nicht mehr so einfach. Für klassische Anlegeformen wie Sparbuch oder Fest- und Tagesgeldkonto gibt es kaum noch nennenswerte Zinsen. Dennoch ist es möglich auch heute noch sein Geld sicher und gewinnorientiert anzulegen, sofern folgende wichtige Grundregeln beachtet werden:

  1. Erst alle Schulden bezahlen
  2. Die Anlage so breit wie möglich streuen
  3. Anlageziel und Laufzeit festlegen
  4. Investitionsrisiko unter Beachtung der individuellen Vermögenslage genau kalkulieren
  5. Kosten beachten, welche die Rendite negativ beeinträchtigen

Was gilt es zu beachten

Wer Geld anlegen möchte sollte zunächst alle bestehenden Schulden bezahlen. Eine erfolgreiche private Geldanlage ist nur dann möglich, wenn das Geld tatsächlich und vor allem für einen längeren Zeitraum uneingeschränkt zur Verfügung steht.
Dabei sollte die  Geldanlage  auf keinen Fall einseitig eingesetzt werden. Viel mehr ist es ratsam mehrere verschiedene Investments mit unterschiedlichen Laufzeiten zu wählen.

Auf diese Weise ist es möglich das Risiko eventueller Fehlinvestitionen beziehungsweise Kursschwankungen oder Durststrecken abzudecken und den Schaden gering zu halten. Bei jeder Geldanlage muss  das jeweilige Risiko genau kalkuliert werden. So sollte bereits vor der Investition klargestellt werden, ob bei der bestehenden finanziellen Situation des Privatanlegers Kursschwankungen,Fehlinvestitionen und längere Laufzeiten problemlos überstanden werden können.

Video: Fonds einfach erklärt

Risiken des Anlegers unterteilt nach Klassen

Zudem ist wichtig, welches Anlageziel zu welcher Laufzeit geplant ist, denn daran orientiert sich unter anderem die Anlageform. Heutzutage gibt es eine  Vielzahl von unterschiedlichen  Investitionsmöglichkeiten. Dabei lassen sich die  Anlageformen in folgende  Risikoklassen einteilen, wobei die Höhe der Klasse zugleich die Höhe des Risikos angibt:

      • Risikoklasse 1: Tagesgeld, Festgeld, Bundeswertpapiere, Spareinlagen, Geldmarktfonds
      • Risikoklasse 2: Europäischer Rentenfonds, offene Immobilienfonds, Exchange Traded Funds (ETFs)
      • Risikoklasse 3: Mischfonds, europäische Aktien und Aktienfonds, Währungsanleihen mit hoher Bonität
      • Risikoklasse 4: Währungsanleihen mit mittlerer Bonität, außereuropäische Aktien und Aktienfonds, geschlossene Fonds
      • Risikoklasse 5: Rentenfonds, Derivate (wie Optionen und Optionsscheine und CFDs),  Devisen
      • Die Einteilung der Anlageform dient nur der Orientierung. Ob es sich bei der jeweiligen Anlageform um die individuell passende handelt, sollte vorher durch entsprechende Recherchen zum Beispiel im Internet noch zusätzlich untermauert werden.

Berater Tipp

Tipp:

Natürlich besteht auch die Möglichkeit eine Bank bezüglich einer privaten Geldanlage anzusprechen. Das ist dann zwar verhältnismäßig risikofrei, birgt allerdings die Gefahr, dass nur die eigenen Produkte der Bank angeboten werden. Das soll aber nicht bedeuten, dass es den Banken an guten Beratern mangelt.

Mit Eigeninitiative zum Erfolg

Sicherlich  ist es , insbesondere als Einsteiger, nicht sonderlich einfach bei dem vielfältigen Angebot von Anlagemöglichkeiten nicht den Überblick zu verlieren. Doch mit etwas Eigeninitiative  und Geduld lässt sich das Finanzsystem der verschiedenen Investments in der Regel leicht durchschauen. Zudem gibt es im Internet Finanzportale, die kostenlos und unverbindlich Vergleichsrechner zur Verfügung stellen, die bei der Wahl des passenden Investments eine große Hilfe sein können.  Somit kann im Prinzip auf einen Bankberater verzichtet werden.

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