Die Gesundheits- und Medizinmesse Medica hat es wieder einmal gezeigt. Deutsche Firmen und Unternehmen im Bereich der Medizintechnik verkaufen ihre Produkte in die ganze Welt. Knapp die Hälfte der Messebesucher kommt aus dem Ausland und informiert sich über die neuesten Entwicklungen im medizinischen Bereich. Besonders gefragt sind deutsche Produkte in den sogenannten BRICS-Staaten Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika, die momentan verstärkt in ihre medizinische Infrastruktur investieren.

68 Prozent für den Export

Deutschland ist seit Jahren Export-Weltmeister. Vom guten Ruf des Made-in-Germany können die Firmen in der Branche der Medizintechnik stark profitieren. 132.000 Besucher konnte die Leitmesse für medizinische Produkte in Düsseldorf versammeln. Knapp die Hälfte aller Besucher waren Delegationen und Abordnungen aus dem Ausland, die den Auftrag hatten, sich über den neuesten Stand der Technik zu informieren. Natürlich werden auf der Medica auch Geschäfte gemacht.

Produkte aus Deutschland im Wert von insgesamt über 23 Milliarden Euro konnten für den Export mit einem Anteil von 68 Prozent in die Länder der Welt bereitgestellt werden. Dennoch hält man sich mit dem Jubel zurück. In der Branche spricht man derzeit sogar von einem Investitionsstau in Höhe von 30-40 Milliarden Euro. Noch sei nicht absehbar, welche Position die neue Bundesregierung im Gesundheitssektor einnehme, erklärt Horst Giesen, Direktor der Medica, das führe zur Zurückhaltung bei den Investitionen der deutschen Messebesucher.

Die ganze Welt der Medizintechnik netzwerkt auf der Medica

Über 4.618 Aussteller aus insgesamt 66 Nationen zeigten nicht nur Produkte für medizinische Verfahren und Anwendungen, sondern Themenwelten rund um Gesundheit und Wellness. Im besonderen Fokus standen dabei Sportgeräte, mit denen jeder selbst etwas für den Erhalt seiner Gesundheit tun kann. Das steigende Verantwortungsbewusstsein breiter Bevölkerungsschichten für die Gesunderhaltung etwas zu tun, kommt hier zum Ausdruck.

Video: Medizintechnik-Exporte: Technologie aus Deutschland

Zu den weiteren Schwerpunkten der Medica 2013 zählten außerdem die Elektromedizin, Labortechnik, Neuheiten aus der Informations- und Kommunikationstechnik, diagnostische Verfahren, Physiotherapie und Orthopädietechnik, medizinische Dienstleistungen, Medien, sowie Bedarfs- und Verbrauchsartikel. Die einzelnen Hallen und Abschnitte sind dabei übersichtlich nach Themen geordnet und machen den Messegästen die Orientierung leicht. Die Fachbesucher hatten in jedem Fall einen sportlichen Tag. Auf über 116.000 Quadratmetern wurden die neusten Errungenschaften, Produkte, Verfahren und Geräte vorgestellt.

Deutschland exportiert vor allem in die BRICS-Staaten

Die Messebesucher aus dem Ausland stellten mit 43 Prozent aller Besucher einen wichtigen Anteil. Sie sind vor allem Vertreter der BRICS-Staaten, die ihre medizinische Infrastruktur modernisieren und ausbauen wollen. Daher tätigten sie zahlreiche Abschlüsse, besonders bei den neuen hoch entwickelten Geräten. Das macht sie zu beliebten Kunden deutscher Firmen, die gute Geschäfte mit dem Export ihrer Artikel machen.

Berater Tipp

Verpassen Sie nicht die Medica 2014

Die nächste Medica findet vom 12.-15. November 2014 auf dem Messegelände in Düsseldorf statt. Sie ist wochentags von 10-18:30 Uhr geöffnet, am Samstag öffnet die Messe von 10 bis 17 Uhr ihre Pforten.

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Bildquelle: Alexander Raths