Die gesetzliche Rente ist nicht erst seit gestern sowohl in der Politik als auch in der Bevölkerung ein reich diskutiertes Thema. Besonders intensive Diskussionen bestehen jetzt um Planungen , den abstrichfreien Renteneintritt ab 63 Jahren umzusetzen.

Der Renteneintritt ab 63 Jahren

Wollten oder wollen aktuell auch noch Menschen früher als mit den üblichen 65 Jahren aus dem Arbeitsleben ausscheiden, müssen sie noch finanzielle Einbußen hinnehmen. Pro Monat der vorzeitigen Verrentung werden nämlich Abzüge von der zu erwartenden Rente vorgenommen. Problematisch ist dabei, dass diese Abzüge auch bestehen bleiben, wenn der Rentner dann das richtige Rentenalter erreicht hat. Diese Regelung besteht vor dem Hintergrund der sinkenden Geburtenzahlen und damit der zu Ungunsten der aktuellen Erwerbstätigen stattfindenden Verschiebungen, bei denen weniger Erwerbstätige immer mehr Rentner finanzieren müssen.

Das schwarz-rote Rentenpaket geht aber nun in Zeiten, in denen der Generationenvertrag schon stark ins Wanken gerät, noch einen Schritt weiter und führt Planungen an, die eine vorzeitige Verrentung von Arbeitnehmern schon mit 63 Jahren möglich machen soll, sofern diese 45 Beitrags Jahre erreicht haben. In diesem Zusammenhang wird auch eine spezielle Mütterrente angedacht, die eben Frauen finanziell stärken soll, die nicht oder zugunsten der Kindererziehung weniger am Erwerbsleben teilgenommen haben.

Ökonomen betrachten Planungen als einen großen Fehler

Zu dem geplanten Rentenpaket wurden viele Experten befragt und so haben sich von 109 befragten Ökonomen ganze 100 gegen die Planungen ausgesprochen. 86 der befragten Experten lehnten sogar eine Besserstellung von Müttern ab. Erklärt wurde dies überwiegend mit dem Argument, dass es durch diese Planungen nicht zu mehr Gerechtigkeit kommen würde. Ganz im Gegensatz zu einer früheren Verrentung waren von den befragten Experten sogar 102 der Ansicht, dass die Bevölkerung sich ganz gegenteilig sogar mit steigenden Rentenbeiträgen wird anfreunden müssen.

Video: Die geplante Rente

Fakt ist, dass die Rentenversicherung schon in der aktuellen Situation ein nur sehr geringes Polster aufweisen kann und dass steigende Zahlen älterer Menschen in Kombination mit weniger Arbeitnehmern – dann auch noch möglicherweise mit einer früheren Verrentung der Älteren – ein sehr wackliges Gerüst ist, das der Rentenversicherung langfristig hohe Mehrausgaben aufbürden wird. Die angedachte Reform halten Ökonomen für schlichtweg nicht durchführbar weil sie eben sogar kurzfristig nicht realistisch finanzierbar ist.

Wenige profitieren, viele finanzieren

Die Diskussionen im die frühere Verrentung gehen weiter und inzwischen rudern auch die Sozialdemokraten schon wieder zurück und stellen ihre geplante Mütterrente infrage. Weiterhin wird dennoch gerechnet und geplant, wie die angedachte frühere Verrentung umsetzbar ist.

Berater Tipp

Anrechnungszeiten

Feste Planungen gibt es schon dahingehend, welche Anrechnungszeiten auf die 45 Erwerbsjahre erfolgen sollen. Sowohl Wehr- als auch Ersatzdienstzeiten, aber auch Zeiten der Kindererziehung wie auch die Pflege von Angehörigen als auch Zeiten der Arbeitslosigkeit sollen als Anrechnungszeiten gelten.

Langzeit- und Dauerarbeitslose sollen dagegen nicht berücksichtigt werden berücksichtigt. Einen Profit aus der früheren Verrentung ziehen übrigens nur kleine Teile der Bevölkerung. Währen die Rente ab 63 Jahren für Menschen bis zum Geburtsjahr 1963 Vorteile bringt, müssen alls später Geborenen die Last dieser luxuriösen Planungen tragen.

Die Renteneintritt ab 63 – eine kostenintensive Planung

Vor dem Hintergrund, dass die Bevölkerung immer älter wird, parallel dazu aber die Anzahl der Geburten rückläufig ist, stellt das rot-schwarze Rentenpaket den Generationenvetrag auf eine harte und teure Probe. Gehen die Erwerbstätigen bereits nach 45 Erwebsjahren mit 63 Jahren in den Ruhestand, dann bedeutet dies eine hohe Belastung für die Rentenkassen. Experten erteilen diesem Plan eine ganz klare Absage.

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