Nicht erst seit der Finanzkrise der letzten Jahre ist der Bankensektor auch hierzulande im Umbruch. Nach dem Einbruch der Commerzbank steht die Deutsche Bank vor einem Crash, denn die Wertpapiere notieren derzeit auf einem 12-Monats-Tief und bewegen sich somit steil bergab.

Aktionäre seit jeher mit Wertpapier unzufrieden

Auch wenn der aktuelle Abwärtstrend die meisten Anleger deutlich aufhorchen lässt, ist klar, dass diese noch nie wirklich weder mit Aktien der Deutschen Bank noch der Commerzbank gute Geschäfte machten. Denn durchschnittlich musste ein Verlust von 6,6 Prozent pro Jahr in Kauf genommen werden.

Investoren sollen Staatshilfe überflüssig machen

Auch wenn sich Finanzminister Schäuble skeptisch gegenüber Angeboten potentieller Investoren zeigte, könnte dies langfristig die Lösung sein. Die Commerzbank hat im Zuge der Sanierung erst die Hälfte des Weges zurück gelegt, weshalb Experten von einem Wechsel der Ankeraktionäre abraten. Grundsätzlich hofft das deutsche Finanzministerium auf eine Stabilisierung der Kurse für Aktien, sowohl bei der Commerzbank als auch der Deutschen Bank.

Berater Tipp

Commerzbank Anleger sind verunsichert

Damit eröffnet sich zwar das Potential von immerhin 288 Prozent zu einem Allzeithoch, doch Anleger sind verunsichert, ob die Investition überhaupt noch lohnt. Und das obwohl ja Ratingagenturen vor allem die Anleihen der Deutschen Bank als investmentwürdig mit mittlerer Sicherheit eingestuft hat.

Dies wären nicht nur für die Anleger positive Neuigkeiten, sondern auch für Deutschland als Bankenplatz. Denn die Verluste beim Verkauf der Bundesanteile wären im Fall einer Stabilisierung des Aktienkurses nur minimal. Und das wäre nicht zuletzt für den Steuerzahler eine gute Nachricht, denn immerhin hält der Bund 17 Prozent der Kapitalanleihe der Commerzbank und ist somit größter Anteilseigner.

Video: Commerzbank schreibt wieder schwarze Zahlen

Fusionen und Übernahmen fördern Marktkonzentration

Neuesten Wirtschaftsinsidern nach ist zu bemerken, dass die Commerzbank nun einige Geschäftsbereiche wie etwa den der Übernahmen und Fusionen auslagert und sich vermehrt auf deutsche Kunden konzentriert. Die Mitarbeiter des ungefähr zehnköpfigen Teams aus der M&A-Abteilung wird nach von Deutschland nach Frankfurt umgesiedelt, wobei den Mitarbeitern alternative Stellen angeboten wurden und die langjährige Leiterin des britischen Bereiches, Rosalind Hedley-Miller in den Ruhestand geschickt wird. Zwei der Mitarbeiter wechseln nach New York bzw. Hongkong. Damit erfolgt die Verlegung der Kernkompetenz eindeutig nach Frankfurt, was eine Schwächung des britischen Marktes bedeuten könnte.

Commerzbank stärkt ihre Vormachtstellung

Mit kundenfreundlicher Abwicklung von Bankgeschäften haben die modernen Banken kaum mehr zu tun, wichtiger ist deren Position am internationalen Finanzmarkt. Und dazu dürfte für die Commerzbank nach der Krise der Weg noch weit sein.

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