Auch kleine Startups können die Aufmerksamkeit von großen Firmen erregen. Microsoft steigt mit einer Investition von 15 Millionen Dollar bei der kleinen, aber lokalen Suchmaschine Foursquare ein und möchte die Daten des Dienstes zur Verbesserung der eigenen Angebote nutzen. Der erst einmal auf vier Jahre ausgelegte Vertrag bietet dem entsprechend Vorteile für beide Seiten.

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Der Dienst Foursquare und seine Vorteile

Als junges Start-Up gehörte die Firma zu den ersten, der so genannten Check-In-Diensten. Über die Kartenmap der Firma konnten sowohl Geschäfte, als auch Restaurants in der eigenen Nähe gefunden und bei Bedarf direkt Reservierungen vorgenommen werden. Die zunächst nur sehr lokal angelegte Suchmaschine hatte dabei allerdings durchschlagenden Erfolg, so dass schnell eine Vergrößerung des Angebotes in Frage kam. Mittlerweile gehört die Firma zu den beliebtesten Diensten und bietet eine echte, wenn auch nur lokale Alternative zum bekannten Marktführer Google. Hier setzt nun Microsoft mit seiner Marktmacht an und möchte den direkten Konkurrenten durch neue Features ausstechen.

Mindestens 15 Millionen Dollar Investition

Um gegen den direkten Konkurrenten Google vorgehen zu können und die eigene Suchmaschine Bing zu verbessern, hat Microsoft tief in die Tasche gegriffen. Denn mit der einmaligen Investition von 15 Millionen Dollar in die Firma Foursquare ist es noch nicht getan. Denn die Daten und Möglichkeiten der Software sollen in die Suchmaschine Bing und deren eigenen Kartendienst importiert werden. Somit stärkt sich der Kartendienst deutlich und wird für die Nutzer spürbar effektiver. Diese Datensätze sind jedoch nicht in der Investitionssumme enthalten, sondern werden nochmals separat zwischen den Firmen abgerechnet. Analysten gehen davon aus, dass allein der Kauf der Datensätze nochmals mit gut 10-15 Millionen Dollar zu Buche schlagen wird. Dem entsprechend kann sich das „kleine“ Start-Up über eine Investition von insgesamt gut 30 Millionen Dollar freuen.

Video: Bing mit schnellerer und genauerer Sprachsuche

Große Summen für Investitionen

Mit den so gewonnenen Mitteln möchte das Unternehmen nicht nur den eigenen Aktionären etwas Gutes tun, sondern vor allem für eine deutliche Verbesserung und Vergrößerung des eigenen Dienstes sorgen. Dank der großen Finanzspritze soll es möglich sein Google auf einem weitaus größeren Feld Konkurrenz zu machen und die größte Suchmaschine der Welt in bestimmten Bereichen sogar zu übertreffen. Dank der guten Anbindung des Dienstes an soziale Netzwerke ist es dem entsprechend möglich nicht nur auf Geschäfte und Restaurants in der direkten Nähe zuzugreifen, sondern auch die eigenen Freunde über den jeweiligen Aufenthaltsort zu informieren. Die Möglichkeiten eines solchen Systems scheinen zunächst einmal unbegrenzt.

Berater Tipp

Ein guter Deal für beide Seiten

Insgesamt lässt sich sagen, dass sowohl Microsoft, als auch Foursquare von diesem Deal enorm profitieren werden. Vor allem die Suchmaschine des Browsers Bing mit ihrem integrierten Kartendienst wird durch die neuen Funktionen deutlich mehr Nutzer anlocken und dem entsprechend natürlich die Beliebtheit des Browsers und der Suchmaschine deutlich und spürbar verbessern. Dank einer guten Investitionspolitik auf der anderen Seite wird es für das noch kleine Start-Up die ideale Möglichkeit geben, die eigenen Dienste auszubauen und sich auf einer deutlich breiter aufgestellten Plattform zu präsentieren. Es wird sich in vier Jahren zeigen, ob der Deal bestand hat, oder aufgelöst werden wird.

Bildquelle: Peter J. KovacsShutterstock.com